Hertzog ist ein Ort, der auf einzigartige Weise die Geschichte Berlins abbildet. Das Baudenkmal an der Brüderstraße ist das letzte Zeitzeugnis einer über hundert Jahre währenden Kaufhausdynastie, das vor allem für seinen luxuriösen Charakter berühmt war. Außen herrschaftlich und repräsentativ bot das Interieur die notwendige Großzügigkeit und Flexibilität, die Räume den sich ständig wandelnden Ansprüchen anzupassen.

Morgen

MITTEN IM WAHREN

HERZEN BERLINS

Ein Stück vergessenes Berlin. Hier am Petriplatz, an dem das Kaufhaus Hertzog bis zum 2. Weltkrieg das Stadtbild prägte, liegt der älteste urkundlich erwähnte Ursprung Berlins: Der Kern Cöllns, Teil der mittelalterlichen Doppelstadt, erstmals erwähnt 1237.

Mit der Ära Hertzog endet auch das urbane Leben in diesem Viertel. Nach dem zweiten Weltkrieg löst sich das Geschäftszentrum auf. Die Petrikirche, deren Ursprung bis zu den Anfängen zurückreicht, wird

abgerissen, der Petriplatz weicht einer Verbreiterung der Straße und wird Parkplatz. Die historische Wiege Berlins verschwindet einfach, weicht Infrastrukturplänen und politischen Prämissen. Erst in den letzten Jahren wird sich wieder auf die Wurzeln der Stadt besonnen. Abrissarbeiten fördern alte Mauern einer früheren Lateinschule, Überreste des Cöllner Rathauses und Grundmauern der Petrikirche zutage. Mit der Sichtbarwerdung der Stadtgeschichte reift auch das Bewusstsein für die Bedeutung des Ortes.

Das großangelegte Planwerk Innenstadt der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sieht in der Neugestaltung der Fischerinsel die Rückgewinnung dieses Stadtursprungs vor. Neue Wohn- und Bürogebäude sollen dem Petriplatz wieder ein „Gesicht“ geben. Gewünscht ist eine bunte Mischung aus Cafés, Ladengeschäften, Büros und Wohnen sowie ein Platz mit Aufenthaltsqualität. Neu entstehen soll ein archäologisches Besucherzentrum und ein ambitioniertes Kirchenprojekt, die den Platz einrahmen. Wie ein Fels in der Brandung wird Hertzog im neuen Quartier eine Schlüsselfunktion in der Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft einnehmen.

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Die Umgebung

Zwischen Stadtschloss und Petriplatz, in unmittelbarer Umgebung zum Roten Rathaus und Alexanderplatz im Osten, Gendarmenmarkt und Friedrichstraße im Westen und der Museumsinsel im Norden könnte Hertzog zentraler kaum liegen. Gut angebunden an das öffentliche Nahverkehrsnetz mit U-, S-Bahn und Bus und umgeben von zahlreichen Parkmöglichkeiten im Stadtraum sind die Wege kurz. Mittagstisch in einem der Restaurants im Petri- und Nikolaiviertel oder im The Coffee Shop des Auswärtigen Amtes ermöglichen täglich kulinarische Abwechslung. Hotels entlang der Getrauden- und Leipziger Straße sowie rund um den Gendarmenmarkt bieten eine Vielfalt an Übernachstungsmöglichkeiten.

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Heute

DENKMAL TRIFFT DESTINATION

Ein vergessenes Herzstück erwacht zu neuem Leben. Die 6-geschossige Kaufhausikone im Gründerzeitstil wird einen exponierten Platz in der Neuordnung der Spreeinsel zwischen Petriplatz und neuem Stadtschloss einnehmen.

Auf 2.200 Quadratmetern entsteht ein Gebäudekomplex aus Alt- und Neubau mit einer Gewerbefläche von ca. 7.350 und einer Wohnfläche von rund 1.100 Quadratmetern. Aufgrund der großen Spannbreiten

des gründerzeittypischen Stahlstützensystems ergeben sich freie, offene Flächen mit bis zu 1.200 Quadratmeter je Etage. Die durchgängigen Stockwerke eröffnen Freiräume für unterschiedlichste Nutzungen. Dank der ungewöhnlich großflächigen Verglasung sind die loftartigen Räume wunderbar lichtdurchflutet. Die ureigentliche Funktion des Gebäudes war die der Repräsentation. Der Einkauf wurde als Erlebnis gestaltet, die Kunden hofiert. Dieser Geist lebt heute weiter. Hertzog steht für Wertigkeit. Der repräsentative Eingangsbereich, die respektvoll sanierten Treppenhäuser oder historische Elemente wie die großzügigen Rundbogenfenster vermitteln das Gefühl von Erhabenheit und Wertschätzung.

Die Flächen

7.353 qm Gestaltungsräume auf sechs Etagen für neue und bewährte Bürokonzepte. Der Ausbau der Etagen erfolgt in Absprache mit den Mietern.

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Die Restauration
eines Kleinods

Der diplomierte Restaurator Eberhard Taube arbeitet mit Leidenschaft. Er gerät richtiggehend ins Schwärmen, wenn er die verdeckten Details in Hertzog freilegt. Das Herzstück der Restaurierung sind die Treppen und Fahrstuhlschächte mit ihren Ornamenten und Marmorvertäfelungen in unterschiedlichen Farben. Sie sollen soweit möglich originalgetreu wiederhergestellt und an die Ansprüche moderner Büronutzer angepasst werden.



Hertzog
Richtfest

29.06.2016



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Hertzog wird
wieder erweckt

Im Frühjahr 2015 begannen die Bauarbeiten am denkmalgeschützten Gründerzeithaus. Während innen der Restaurator die Schmuckdetails freilegte, wurde außen der Baugrund vorbereitet.



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Hertzog wird
wieder erweckt

Bauarbeiten im historischen Dachgeschoss im Dezember 2016.



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Hertzog wird
wieder erweckt

Die historischen Spuren werden durch behutsame Restaurierung wiederhergestellt.



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Hertzog wird
wieder erweckt

Der Umbau schreitet voran — Dezember 2016



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Hertzog wird
wieder erweckt

Freilegung der variationsreichen, historischen Fenster – Dezember 2016.



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Dries van Noten beim
Gallery Weekend 2015 im Hertzog

Am 1. Mai-Wochenende zeigte der bekannte Modeschöpfer einen von der argentinischen Künstlerin Alexandra Kehayoglou angefertigten Teppich, der bereits in der Pariser Schau als Laufsteg für die Models diente.



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Dries van Noten beim
Gallery Weekend 2015 im Hertzog

Abends feierten die Gäste im Erdgeschoss des alten Kaufhauses ein rauschendes Fest.



Gestern

DIE FUNDAMENTE EINES LEBENSWERKS

Rudolph Hertzog eröffnete 1839 in

der Breiten Straße ein kleines Einzel-
handelsgeschäft für textile Stoffe.
Hundert Jahre später war sein Kaufhaus
in dritter Generation das umsatzstärkste seiner Art.

Ein Großbetrieb mit einer hohen Spezialisierung und einem gewaltigen Warenangebot. Heute gilt die Firmengeschichte als exemplarisch für die dynamische Entwicklung der Berliner Kaufhäuser im

19. und 20. Jahrhundert. Hertzogs Erfolg gründete sich unter anderem auf den Mut und die Bereitschaft, neue Wege zu wagen und zu gehen. Er war der erste, der einen Versandhandel mit Festpreisen einführte. Zu seinen Errungenschaften zählt die Einführung unterschiedlicher Werbemittel wie beispielsweise Plakate, Handzettel und Annoncen. Ein gern kopiertes Novum war vor allem die sogenannte Agenda, eine kostenlos ausliegende Broschüre, die durch eine kurzweilige Aufbereitung gesellschaftlicher oder kultureller Ereignisse die wartende Kundschaft zu unterhalten suchte. Auch wurde für die Angestellten in für die damalige Zeit außerordentliche Weise Sorge getragen: Neben der Einführung von Sozialleistungen standen den Mitarbeitern auch eine Bibliothek, Erfrischungsräume und eine preisgünstige Kantine zur Verfügung. Fortschrittlich war auch die eigene Erzeugung von Elektrizität für Beleuchtung, Wärme und Kühlung. Bis zum ersten Weltkrieg wurde das Stammhaus an der Breiten Straße um nahezu den gesamten Block bis zur Brüderstraße, Neumannsgasse und Scharrenstraße erweitert. In den miteinander verbundenen Gebäuden wurde nicht nur das umfangreichen Warenangebot präsentiert. Hier waren auch Lager, Büros und Manufakturen für die Herstellung der eigenen Konfektion untergebracht. Das 1908 erbaute Gründerzeitgebäude an der Brüderstraße ist das letzte noch erhaltene Gebäude des Kaufhausimperiums. Der von Architekt Gustav Hochgürtel ausgeführte Stahl-Skelett-Bau eröffnete im Inneren großräumige, leicht umzugestaltende Räume, wie das damals zeitgemäß u.a. beim KaDeWe umgesetzt wurde. Bei der Fassadengestaltung musste er die schwierige Aufgabe lösen, die funktionalen Anforderungen moderner Kaufhausarchitektur mit den kleinteiligen, überwiegenden barocken Bestandsgebäuden der Umgebung in Einklang zu bringen. Mittels traditioneller Gliederung entwarf er eine weitgehend geschlossene Fassade mit durchgehendem Sockelgeschoss und zurückgesetztem Obergeschoss. Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Zwei Weltkriege und die Zweiteilung Deutschlands hat das Gebäude überstanden. Doch an vielen Stellen lässt sich die Pracht von einst ablesen. Vieles ist unter den Schichten der Zeit verdeckt. Ein Schatz, den zu heben sich der neue Eigentümer, die ID&A verschrieben hat. In vielen ihrer Projekte steht die behutsame Sanierung von Baudenkmälern im Mittelpunkt.

Fünfmal
eine Kirche

Seit dem frühen 13. Jahrhundert stand auf dem Petriplatz eine Kirche. Immer wieder brannte der Bau ab und wurde im jeweils zeitgemäßen Stil neu errichtet. Fünf Bauten können heute nachgewiesen werden, Fundamente von allein drei Sakralbauten entdeckte man bei den jüngsten Ausgrabungen.

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Für Hertzog
die Nr. 1

Einer Legende nach kaufte sich der jüngste Hertzog als erstes ein privates Automobil, das er mit dem Nummernschild IA-1registrieren ließ. Als Kaiser Wilhelm II davon hörte, wollte er dem nicht nachstehen und beanspruchte das Hertzog’sche Nummernschild für sich. Erfolglos. Er unterlag im Streit vor Gericht – und entschied sich, fortan einfach ohne Kennzeichen zu fahren.

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KONTAKT

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ID&A Immobilien GmbH

Telefon 030 20 84 83 50

hertzog@ida-immobilien.de





IMPRESSUM

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D-10119 Berlin

 

Geschäftsführer:
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Dipl. Kfm. Ulrich Trautmann

 

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Konzeption, Text und Grafik:

Inhaltlich Verantwortlicher:
Edzard Brahms, Realace GmbH,
Tempelhofer Ufer 32, 10963 Berlin

 

Fotos:
Jonas Holthaus

 

Renderings:
pure rendering GmbH

 

Baustellenfotos & historische Fotos:
aus dem Bestand der ID&A

 

Bild Gertraudenstraße:
Waldemar Titzenthaler,
via Wikimedia Commons

 

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